Am Pfingstsonntag wurde Christa Hagenbuch vom Kirchenvorstand zum Prädikantendienst beauftragt.
Der Prädikantin wird für den Zeitraum von 5 Jahren in enger Bindung an den Kirchenvorstand sowie an die in der Gemeinde tätigen Pfarrerinnen und Pfarrer von nun an das Recht auf Wortverkündigung verliehen.
Der Singkreis hat den Gottesdienst musikalisch bereichert.
Endlich! Wir sind immerhin schon ein „eingetragener“ Verein! Der Name “Congregação Evangélica Alemã da Madeira” (Evangelische Deutsche Kirchengemeinde auf Madeira) wurde in den vergangenen Wochen in Portugal und auf Madeira registriert, alle bürokratischen Hürden mit Hilfe unserer Rechtsanwälte genommen, am 30. April 2026 wurde der Verein beim Notar in Funchal beurkundet. Christa Hagenbuch, Ilse Everlien Berardo und Stefanie Seimetz (von links) zeigen nach der Beurkundung zu Recht strahlende Gesichter! Der nächste Schritt ist nun die Gründungsversammlung der zukünftigen Vereinsmitglieder.
Wir hoffen sehr, dass alle Mitglieder der Gemeinde dann Vereinsmitglieder werden.
Auf Einladung des Präsidenten der Caritas der Diözese Funchal, Duarte Pacheco, besuchten Vertreter der Gemeinde den Sitz der Caritas. Hoch über Funchal, in einem typischen Funchaler Viertel, wurden sie sehr herzlich von den wenigen fest angestellten Mitarbeitern der weltweit vertretenen katholischen Organisation empfangen. In einem Raum das Ende der achtziger Jahre restaurierten, kleinen Herrenhauses, der auch als Kapelle genutzt wird, durften wir Platz nehmen und hörten einen sehr erhellenden Vortrag über Struktur, Funktion und praktische Arbeit der Caritas, gehalten von dem Psychologen Dr. Sérgio Fernandes. Auch der Präsident selbst und der Schatzmeister, António Soares Bernardo, unterstützten mit wichtigen Zusatzinformationen und bedankten sich ausdrücklich für die Spenden der deutschsprachigen evangelischen Kirche.
Die Caritas in Funchal arbeitet mit der Regionalregierung, namentlich mit dem Katastrophenschutz, zusammen und findet Unterstützung bei privaten Spendern, Stiftungen und Firmen, Schulen, und vor allem bei den zahlreichen Freiwilligen, die man von den zweimal jährlich stattfindenen Lebensmittelsammlungen in den Supermärkten kennt. An die beeindruckenden Leistungen der Caritas im Katastrophenfall vor Ort erinnern sich die ständig auf der Insel lebenden Mitglieder unserer Gemeinde lebhaft. Aber auch internationale Aktionen der Hilfe werden organisiert. Wichtigster Teil der Arbeit sind die Lebensmittel-Körbe, die monatlich oder in besonderen Notlagen ausgegeben werden. Schmerzlich beeindruckt zeigte sich die Gemeinde von den authentisch geschilderten Tatsachen der Armutssituation in Funchal: Die Notleidenden sind meist schwer arbeitende Menschen, die ihre Familie aufgrund der drastisch steigenden Lebenshaltungskosten mit ihrem Mindestlohn nicht mehr ernähren, geschweige denn die exorbitanten Mieten der Stadt bezahlen können – obwohl beide Ehepartner arbeiten. Da reicht es nicht für Möbel, Kleidung oder eine Waschmaschine. Auch dafür kann die Caritas aus ihrem Spenden-Reservoir sorgen. Dazu kommt, dass viele niemals um etwas gebeten haben und sich schämen, ihre Notlage kundzutun.
Die Arbeit der Caritas endet nicht mit der Auslieferung des Korbes oder eines Kleidungsstückes. Die Philosophie der Caritas heiβt: den ganzen Menschen sehen. Das bedeutet, dass in jeder Situation auf die Gesamtsituation einer betroffenen Familie eingegangen und psychologisch, sozial und seelsorgerlich gehandelt wird. Die geistliche Betreuung leistet Padre Diogo, aus der Pfarre São Martinho, Funchal.
Pfarrerin Ilse Berardo dankte der Caritas für die Einladung und den tiefen Einblick in ihre Arbeit, erzählte von den Anfängen der sehr langen Beziehung der deutschsprachigen Residenten auf Madeira zur Caritas und übergab ein Geschenk als Erinnerung. Zum Abschluss verlas Pfarrerin Berardo Worte aus Psalm 112 in beiden Sprachen zur gegenseitigen Bestärkung des gemeinsamen Dienstes am Nächsten. Die Mitarbeiter luden die Gemeinde noch zu einem liebevoll bereiteten Imbiss ein. In freundschaftlicher Atmosphäre wurden weitere Erfahrungen ausgetauscht.
Die ganz Wackeren wagten sich noch an den Aufstieg zur Festung des heiligen Johannes des Täufers, dem eigentlichen Wahrzeichen der Stadt Funchal. Was einst zur Verteidigung der reichen Stadt gegen Piraten aller Art diente, bietet heute einen lohnenswerten Rundblick hoch über Funchal.
Den Gottesdienst am Hirtensonntag hat Christa Hagenbuch geleitet. Nach bestandenem Examen hat sie heute den ersten eigenständigen Gottesdienst gehalten.
Der in den letzten Tagen zusammen gekommene Singkreis unter der Leitung von Henrike Reiners-Wohlberg übernahm neben der Organistin die musikalische Unterstützung.
Er ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.
Wir haben im Gottesdienst am Ostersonntag die Auferstehung Jesu Christi gefeiert, gemeinsam mit Besuchern und Residenten der Insel Madeira. Nach dem Gottesdienst haben wir uns im Gemeindesaal zu einem besonderen Kirchenkaffee getroffen.
Der Gottesdienst zur Ökumenischen Gebetswoche für die Einheit der Christen 2026 fand in Funchal am 19. Januar 2026 in der Klosterkirche von Santa Clara statt. Das Leitwort stammt aus dem Epheserbrief ( Eph 4,4 ): „ Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung.“ Unter dem Vorsitz des Bischofs der Diözese Funchal D.Nuno Brás nahmen auch Vertreter der deutschsprachigen evangelischen, der presbyterianischen und der anglikanischen Gemeinde an diesem Gottesdienst teil.
In einem festlichen Gottesdienst mit anschließendem Empfang im Gemeindesaal ehrte die Deutschsprachige Evangelische Kirche auf Madeira ihre Pfarrerin Ilse Everlien Berardo und verabschiedete sie aus dem Leitungsamt. In Zukunft wird der Kirchenvorstand die Leitung der Gemeinde übernehmen. Vierzig Jahre lang hat Ilse Berardo ehrenamtlich die Geschicke der Gemeinde geleitet. Viele Gäste von nah und fern waren gekommen, so Pastor Jorge Gameiro, sozusagen „Hausherr“ der Gemeinde der Presbyterianer, in deren Kirche unsere Gemeinde ihre Gottesdienste feiern darf. Vertreter der deutschsprachigen evangelischen Gemeinden in Lissabon, Porto und Algarve hatten den weiten Weg auf sich genommen. Viele Gäste aus der katholischen Kirche waren zu Gottesdienst und Feier gekommen, allen voran die Bischöfe Dom Nuno Brás und Dom José Ornelas, Vorsitzender der Portugiesischen Bischofskonferenz.
Die Vorsitzende des Kirchenvorstands dankte der Pfarrerin für alle Arbeit. Die Gemeinde freue sich, dass Pfarrerin Berardo auch in Zukunft mit der Gemeinde Gottesdienst feiern und sie tatkräftig unterstützen wolle, betonte Stefanie Seimetz.
Altjahrsabend, ein Abschied vom zu Ende gehendem Jahr. In der Predigt von unserer Prädikantin Christa Hagenbuch sprach sie nicht nur vom Abschied, sondern vor allem vom Neubeginn. So wie es in der Jahreslosung 2026 steht:
Trotz der angekündigten Schlechtwetterfront haben wir uns zusammen gefunden und einen festlichen Gottesdienst gefeiert.
Allen die nicht teilnehmen konnten, weil sie krank oder auf dem Weg der Genesung waren, wurden in unsere Gebete aufgenommen.
Wir wünschen allen ein gesegnetes Neues Jahr 2026!
Gemeinsam mit vielen Besuchern des Gottesdienstes haben wir den Heiligen Abend gefeiert. Wie jedes Jahr so auch in diesem war unsere kleine Kirche sehr gut besucht und nicht jeder konnte eine Sitzplatz in den Kirchenbänken finden. Musikalisch wurden wir durch unsere Organistin und ihren Mann auf die Weihnachtszeit eingestimmt. Vielen Dank dafür.
Eine stattliche Gruppe von Gläubigen hatte sich unter Leitung der Pfarrerin Ilse Berardo ins Casa Museu Frederico de Freitas in Funchal aufgemacht, um die jährlich wechselnde Krippenausstellung des prächtig eingerichteten Hauses zu betrachten. Die Direktorin, Drª Ana Margarida Araújo Camacho, führte höchstpersönlich durch die Quinta, die einst das Privathaus des Notars und Kunstsammlers Frederico de Freitas gewesen war und im Wesentlichen genauso erhalten blieb.
Bild: Kai Hagenbuch
Immer noch wird die besondere, private Atmosphäre des Anwesens gepflegt. Und so wird auch jährlich der vorweihnachtliche Hausputz gehalten, ein Teil der reichhaltigen Krippensammlung aus den letzten drei Jahrhunderten hervorgeholt und dem Publikum zugänglich gemacht.
Bilder: PSt
Die Weihnachtstraditionen und die Krippen sind auf Madeira äuβerst wichtig und ihre Gestaltung entsprechend originell. Einige der Stücke stammen aus den Frauenklöstern Madeiras, die die Verehrung des Christkinds, des menino Jesus, besonders wichtig nahmen. Andere entsprechen der typischen volksnahen Krippengestaltung auf Madeira, mit vielen kleinen Grotten in Madeirer Landschaft, oder den treppenförmigen Krippen, in denen das Jesuskind auf der obersten Stufe thront und segnet.
Aber auch Krippen vom Festland, aus Frankreich und eine Darstellung von Jesu Geburt aus Deutschland hatte der Sammler zusammengetragen. So geriet die Führung zu einer kleinen Kulturgeschichte Madeiras, aber vor allem zu einer festlichen Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Mit einem Gebet um den rechten adventlichen Sinn und dem Segen der Pfarrerin schloss der Besuch des „Hausmuseums“. Bei Kaffee und Tee hatte die Gruppe anschlieβend noch Gelegenheit sich auszutauschen und die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten. Text: Dr. Martina Emonts