Im Gedenken an die Toten des Busunfalls

Im Gedenken an die Toten, die Verletzten und die trauernden Angehörigen

Am 17. April 2019 verloren bei dem tragischen Busunfall in Caniço 29 Deutsche ihr Leben und 27 wurden teils schwerst verletzt.

Jeder von ihnen hatte sich auf die Urlaubszeit auf Madeira gefreut, um Land und Leute kennenzulernen und Erholung in idyllischer Umgebung zu finden. An diesem schicksalshaften 17. April machten sie sich gemeinsam zu einer kurzen Busfahrt auf, um einen geselligen Abend zu verbringen. Schon kurz nach Verlassen des Hotels geschah das immer noch Unfassbare. Der Bus verunglückte und 29 Menschen verloren ihr Leben. Trotz schnellster Rettungsmaβnahmen kam jede Hilfe für sie zu spät. Die Verletzten wurden umgehend und bestmöglich im Zentralkrankenhaus von Funchal versorgt.

Viele Menschen auf Madeira, dem portugiesischen Festland und natürlich in Deutschland nahmen durch Worte und Gesten Anteil am Schmerz der Hinterbliebenen. Der Bundesaußenminister Heiko Maas ebenso wie der Staatspräsident Portugals Marcelo Rebelo de Sousa gaben hilfreiche Zeichen des Trostes durch ihre persönliche Präsenz auf Madeira.

Im heutigen Gedenken an die Toten, an die an Leib und Seele Verletzten und der trauernden Familien beten wir zu Gott, der uns Menschen überall und zu jeder Zeit nahe ist.

Gott, wir bitten dich um Lebenskraft für alle, denen der Tod einen Menschen, den sie liebten, genommen hat. Wir bitten dich um Trost für alle, die traurig sind, weil ihnen genau dieser Mensch fehlt, der ohne ein Wort des Abschieds aus dem Leben gerissen wurde. Gott hilf uns, in den Niederlagen nicht aufzugeben und zeig uns inmitten der Trauer, dass du dich unser annimmst, heute und in Ewigkeit. Amen

Im Namen der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde Madeira

Ilse Everlien Berardo, Pfarrerin

Igreja Evangélica Alemã na Madeira